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Markise winterfest machen: Reinigung, Pflege und Einlagerung

Sobald die Tage kürzer werden und der erste Herbstregen fällt, ist die Markisensaison vorbei. Wer das Tuch jetzt feucht einrollt oder die Mechanik ungeprüft lässt, riskiert Stockflecken, Schimmel und im schlimmsten Fall einen Defekt der Gelenkarme. Mit der richtigen Vorbereitung übersteht Ihre Markise den Winter unbeschadet.

Wann sollte die Markise winterfest gemacht werden?

Der ideale Zeitpunkt liegt zwischen Ende August und Mitte Oktober, solange es noch trockene Tage gibt. Entscheidend ist nicht das Datum, sondern das Wetter: Das Markisentuch muss vor dem endgültigen Einrollen vollständig trocken sein.

Warten Sie einen Tag ab, an dem es mindestens 24 Stunden nicht geregnet hat. Fahren Sie die Markise morgens aus und lassen Sie sie über den Tag in der Sonne trocknen, bevor Sie mit der Reinigung beginnen. Feuchtigkeit, die im eingerollten Zustand eingeschlossen wird, führt innerhalb weniger Wochen zu Stockflecken oder Schimmelbildung, die sich nur schwer wieder entfernen lassen.

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Markisentuch reinigen: Schmutz und Stockflecken entfernen

Die Reinigung des Tuchs ist der wichtigste Schritt bei der Einwinterung. Je nach Verschmutzungsgrad gehen Sie unterschiedlich vor.

So gehen Sie vor

  1. Losen Schmutz entfernen: Kehren Sie Blätter, Blütenstaub und groben Schmutz mit einer weichen Bürste oder einem trockenen Tuch ab.

  2. Verkrustungen lösen: Hartnäckige Schmutzpartikel lassen sich mit klarem Wasser aus dem Gartenschlauch abspülen. Verwenden Sie keinen Hochdruckreiniger, da dieser die Imprägnierung beschädigt.

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  3. Flecken behandeln: Bei eingetrockneten Flecken hilft eine Lösung aus lauwarmem Wasser (etwa 30 Grad) und Feinwaschmittel. Die Konzentration sollte bei fünf bis zehn Prozent liegen. Tragen Sie die Lösung mit einem Mikrofasertuch auf und arbeiten Sie von außen nach innen, um Ränder zu vermeiden.

  4. Gründlich nachspülen: Waschmittelreste können das Gewebe angreifen. Spülen Sie daher mit klarem Wasser nach.

  5. Vollständig trocknen lassen: Rollen Sie das Tuch erst ein, wenn es sich trocken anfühlt. Prüfen Sie auch die Unterseite.

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Grünbelag oder hartnäckiger Schimmel lassen sich mit Hausmitteln oft nicht restlos entfernen. In diesem Fall ist eine professionelle Reinigung durch einen Fachbetrieb sinnvoll, da spezielle Reinigungsmittel und Neuimprägnierung erforderlich sein können.

Gelenkarme und Technik prüfen und schmieren

Das Tuch ist nur ein Teil der Markise. Die Mechanik verdient ebenso Aufmerksamkeit, besonders bei Gelenkarmmarkisen.

Gelenkarme: Prüfen Sie, ob die Gelenke leichtgängig arbeiten und keine Rostspuren aufweisen. Sprühöl auf Silikonbasis eignet sich zur Schmierung, weil es keine Flecken auf dem Tuch hinterlässt. Vermeiden Sie ölhaltige Schmiermittel in der Nähe des Tuchs.

Tuchwelle und Lager: Hören Sie beim Ein- und Ausfahren auf ungewöhnliche Geräusche. Quietschen oder Knirschen deutet auf verschmutzte oder trockene Lager hin.

Elektromotor (falls vorhanden): Fahren Sie die Markise mehrmals vollständig aus und ein. Stockt der Motor oder reagiert die Fernbedienung verzögert, sollte ein Rollladen- und Sonnenschutztechniker vor dem Winter einen Blick darauf werfen.

Befestigung: Kontrollieren Sie die Wandhalterungen auf festen Sitz. Lockere Schrauben können bei Herbststürmen zum Problem werden.

Einrollen, abdecken oder komplett einlagern?

Welche Variante die richtige ist, hängt vom Markisentyp und den örtlichen Gegebenheiten ab.

Markisentyp Winterschutz
Kassettenmarkise Das Tuch verschwindet vollständig in der geschlossenen Kassette. Zusätzlicher Schutz ist in der Regel nicht erforderlich.
Halbkassettenmarkise Die Tuchwelle ist geschützt, die Unterseite bleibt offen. Eine Schutzhülle ist empfehlenswert.
Offene Gelenkarmmarkise Tuch und Mechanik liegen frei. Eine passende Schutzhülle ist hier Pflicht, um Feuchtigkeit und Schmutz fernzuhalten.
Klemmmarkise / freistehende Markise Diese Modelle lassen sich oft komplett abbauen und im Trockenen lagern, etwa in Garage oder Keller.

Für freistehende Markisen auf Balkon oder Terrasse, die keinen festen Wandanschluss haben, ist das komplette Einlagern die sicherste Lösung. Rollen Sie das Tuch auf, verpacken Sie die Markise in einer atmungsaktiven Hülle und lagern Sie sie trocken und frostfrei.

Wichtig: Fahren Sie die Markise im Winter nicht aus, auch nicht bei schönem Wetter. Das Tuch ist bei niedrigen Temperaturen spröde und kann Risse bekommen.

Kosten für professionelle Wartung und Reinigung

Nicht jede Markise lässt sich bequem selbst reinigen, etwa bei großen Ausladungen oder schwer zugänglichen Montagen im zweiten Stock. Fachbetriebe für Rollladen- und Sonnenschutztechnik bieten Wartung, Reinigung und teilweise auch Einlagerung als Service an.

Leistung Kosten (Richtwerte, DACH, 2026)
Professionelle Tuchreinigung inkl. Imprägnierung 10 bis 25 Euro pro m²
Gesamtkosten Reinigung (je nach Verschmutzung) Oft 10 bis 30 Prozent des Neupreises
Wartung Mechanik und Motor Nach Aufwand, Stundensätze je nach Region

Die Quadratmeterpreise für die Reinigung stammen von spezialisierten Anbietern wie Kostencheck.de und können je nach Verschmutzungsgrad und Anbieter variieren. Holen Sie mindestens zwei Angebote ein, bevor Sie sich entscheiden.

Die Einlagerung freistehender Markisen durch einen Fachbetrieb ist ein Nischenservice, für den es keine einheitlichen Preislisten gibt. Fragen Sie direkt bei lokalen Sonnenschutztechnikern nach, ob und zu welchen Konditionen dieser Service angeboten wird.

Wann lohnt sich der Fachbetrieb?

Selbst reinigen ist bei kleinen Markisen mit leichter Verschmutzung problemlos möglich. Ein Fachbetrieb lohnt sich, wenn:

  • Das Tuch stark verschmutzt ist oder Stockflecken aufweist
  • Die Markise hoch montiert ist und Sie keine sichere Leiter haben
  • Der Motor Geräusche macht oder ungleichmäßig läuft
  • Sie unsicher sind, ob die Imprägnierung noch intakt ist

Betriebe in Ihrer Region finden Sie z. B. über die Suche auf ReparaturProfi.

Dieser Artikel ersetzt keine fachliche Beratung. Im Zweifel den Rat eines konzessionierten Betriebs einholen.

Titelbild: King Ho via Pexels.

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