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Gartenbrunnen winterfest machen: So schützen Sie Pumpe und Leitungen

Ende August ist der richtige Zeitpunkt, um den Gartenbrunnen auf den Winter vorzubereiten. In höheren Lagen kann der erste Frost bereits im Oktober kommen. Wer zu spät handelt, riskiert Schäden an Pumpe und Leitungen, deren Reparatur deutlich teurer wird als die Einwinterung selbst.

Warum Frostschutz beim Gartenbrunnen wichtig ist

Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus. In einer Pumpe oder einer Leitung hat es keinen Platz zum Ausweichen. Das Ergebnis: Gehäuse reißen, Dichtungen platzen, Leitungen bersten. Besonders gefährdet sind Tauchpumpen, die im Brunnen verbleiben, sowie oberirdische Saugleitungen und Hauswasserwerke.

Ein typisches Schadensbild: Die Pumpe läuft im Frühjahr an, baut aber keinen Druck auf. Ursache ist meist ein gerissenes Pumpengehäuse oder eine defekte Dichtung. Eine neue Gartenpumpe kostet je nach Leistung zwischen 100 und 400 Euro (Stand 2026, laut Vergleichsportalen wie Check24 und Testsieger.de). Bei Tiefbrunnenpumpen liegt der Ersatz oft deutlich höher. Dazu kommt der Arbeitsaufwand für den Ausbau der defekten und den Einbau der neuen Pumpe.

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Ein Frostschaden ist ärgerlich, aber vermeidbar. Die Einwinterung dauert bei einem einfachen Gartenbrunnen etwa eine halbe Stunde.

Schritt für Schritt: Brunnen winterfest machen

Die folgenden Schritte gelten für die meisten Gartenbrunnen mit elektrischer Pumpe. Bei Tiefbrunnen oder komplexeren Anlagen kann der Ablauf abweichen.

So gehen Sie vor

  1. Stromversorgung trennen. Schalten Sie die Sicherung für die Pumpe ab und ziehen Sie den Stecker. Das verhindert ein versehentliches Einschalten während der Arbeiten.

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  2. Pumpe ausbauen. Tauchpumpen aus dem Brunnen ziehen, Saugpumpen von der Leitung trennen. Bei fest installierten Tiefbrunnenpumpen ist dieser Schritt aufwendiger und erfordert unter Umständen einen Fachbetrieb.

  3. Restwasser ablassen. Öffnen Sie alle Entwässerungsventile an Pumpe und Leitungen. Saugleitungen mit Gefälle zur Pumpe hin verlegen sich oft von selbst, bei waagerechten Abschnitten kann Druckluft helfen. Auch das Hauswasserwerk vollständig entleeren.

  4. Pumpe trocknen und einlagern. Die Pumpe an einem frostfreien, trockenen Ort überwintern lassen. Nicht in einer unbeheizten Garage oder einem feuchten Keller abstellen. Das Pumpengehäuse offen lassen, damit Restfeuchtigkeit entweichen kann.

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  5. Brunnenkopf sichern. Den Brunnendeckel kontrollieren und gegebenenfalls abdichten, damit kein Oberflächenwasser eindringt. Bei Schachtbrunnen den Deckel mit einer Isolierung abdecken.

  6. Zuleitungen schützen. Oberirdische Leitungen, die nicht entleert werden können, mit Frostschutzmanschetten oder Heizband versehen. Das gilt auch für Wasserhähne im Außenbereich.

Nach dem letzten Frost im Frühjahr die Pumpe wieder einsetzen, Leitungen auf Dichtheit prüfen und langsam wieder in Betrieb nehmen.

Kosten für Wartung und Einwinterung durch den Fachbetrieb

Wer die Einwinterung nicht selbst übernehmen kann oder möchte, beauftragt einen Brunnenbauer oder einen Installateur. Das ist besonders bei Tiefbrunnen mit fest verbauter Pumpe sinnvoll, da der Ausbau Spezialwerkzeug erfordert.

Die Kosten richten sich nach dem Arbeitsaufwand. Die Stundensätze für Installateure und Brunnenbauer orientieren sich an den üblichen Handwerkertarifen. Eine einfache Einwinterung dauert etwa 30 bis 60 Minuten, bei Tiefbrunnen entsprechend länger.

Land Stundensatz Installateur (brutto, 2026) Quelle
DE 65–90 € Branchenübersicht Handwerk 2026
AT 60–85 € Richtwert, regional unterschiedlich
CH 90–130 CHF Richtwert, kantonal unterschiedlich

Die Preise in der Schweiz liegen generell höher als in Deutschland und Österreich. In allen drei Ländern können Anfahrtskosten hinzukommen, die je nach Entfernung zwischen 20 und 50 Euro bzw. Franken betragen.

Für eine einfache Einwinterung sollten Sie in Deutschland mit Gesamtkosten zwischen 50 und 120 Euro rechnen, in Österreich ähnlich, in der Schweiz zwischen 80 und 180 CHF. Bei Tiefbrunnen, wo der Pumpenausbau aufwendiger ist, kann der Betrag deutlich höher liegen.

Zum Vergleich: Eine neue Gartenpumpe mittlerer Leistung kostet zwischen 100 und 350 Euro, eine Tiefbrunnenpumpe zwischen 300 und 800 Euro. Ein Frostschaden ist also schnell teurer als die jährliche Einwinterung durch einen Fachbetrieb.

Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden

Restwasser in der Pumpe vergessen. Auch kleine Mengen können bei Frost Schäden verursachen. Die Pumpe nach dem Entleeren kopfüber halten, damit das letzte Wasser abfließt.

Zu spät handeln. Der erste Nachtfrost kommt oft überraschend. In höheren Lagen von Österreich und der Schweiz kann das bereits Ende September der Fall sein. Lieber zwei Wochen zu früh einwintern als einen Tag zu spät.

Pumpe falsch lagern. Ein feuchter Keller oder eine unbeheizte Garage sind keine guten Überwinterungsorte. Die Pumpe braucht einen trockenen, frostfreien Raum. Lagertemperaturen um 10 bis 15 Grad sind ideal.

Leitungen nicht vollständig entleeren. Waagerechte Leitungsabschnitte behalten Restwasser, das nicht von allein abfließt. Mit Druckluft durchblasen oder an der tiefsten Stelle ein Entwässerungsventil einbauen lassen.

Brunnendeckel nicht kontrollieren. Ein undichter Deckel lässt Regenwasser und Schmutz in den Brunnen. Im Winter kann eindringendes Wasser gefrieren und den Schacht beschädigen.

Wann sich der Brunnenbauer lohnt

Bei einem einfachen Gartenbrunnen mit Saugpumpe oder Hauswasserwerk ist die Einwinterung eine Arbeit von einer halben Stunde. Hier lohnt sich der Fachbetrieb selten, sofern Sie körperlich in der Lage sind, die Pumpe selbst zu handhaben.

Anders sieht es bei Tiefbrunnen aus. Die Pumpe sitzt oft mehrere Meter unter der Oberfläche und wiegt mit Kabel und Steigleitung einiges. Der Ausbau erfordert Erfahrung und Spezialwerkzeug. Hier ist der Brunnenbauer die bessere Wahl.

Auch bei Unsicherheit über den Aufbau der Anlage oder bei älteren Brunnen ohne Dokumentation ist ein Fachbetrieb sinnvoll. Eine Inspektion vor dem Winter kann versteckte Mängel aufdecken, bevor sie zum Problem werden.

Betriebe in Ihrer Region finden Sie z. B. über die Suche auf ReparaturProfi.

Dieser Artikel ersetzt keine fachliche Beratung. Im Zweifel den Rat eines konzessionierten Betriebs einholen.

Titelbild: Birgit Böllinger via Pexels.

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