Feuerstelle im Garten bauen lassen: Kosten und Vorschriften in Österreich, Deutschland und der Schweiz
Ein Lagerfeuer im eigenen Garten hat seinen Reiz — ob für gesellige Abende, zum Grillen oder einfach für die Atmosphäre. Wer eine dauerhafte Lösung statt einer mobilen Feuerschale möchte, lässt sich eine Feuerstelle vom Gartenbaubetrieb oder Maurer einbauen. Die Kosten hängen stark von Bauweise und Material ab, und die Vorschriften unterscheiden sich je nach Land und Gemeinde.
Feuerstellen-Typen im Überblick
Bevor Sie einen Fachbetrieb beauftragen, sollten Sie sich über die verschiedenen Bauarten im Klaren sein. Die Wahl beeinflusst sowohl die Kosten als auch die genehmigungsrechtlichen Anforderungen.
Mobile Feuerschale oder Feuerkorb: Die einfachste Lösung. Keine baulichen Maßnahmen nötig, keine Genehmigung erforderlich. Preisspanne für die Schale selbst: 50 bis 500 Euro je nach Material und Größe.
Einfache gemauerte Feuerstelle: Ein runder oder eckiger Feuerring aus Naturstein, Klinker oder Betonsteinen, meist auf einem verdichteten Untergrund oder Betonfundament. Durchmesser typischerweise 80 bis 120 Zentimeter.
Eingebaute Grillstation: Kombiniert Feuerstelle mit Grillfläche, oft mit Arbeitsflächen und Sitzmauern. Der Aufwand ist deutlich höher, es sind mehrere Gewerke beteiligt — Maurer, Landschaftsgärtner, eventuell Elektriker für Beleuchtung.
Feuertisch oder Gasfeuer: Moderne Variante mit Gas- oder Bioethanol-Brenner, oft als fertiges Möbelstück erhältlich. Bauliche Eingriffe sind minimal, aber die laufenden Kosten für Brennstoff höher.
Vorschriften und Abstände — was beim Brandschutz zu beachten ist
Offenes Feuer im Garten ist grundsätzlich erlaubt, unterliegt aber Einschränkungen. Die wichtigsten Regeln betreffen Abstände, Brennmaterial und Genehmigungspflichten.
Abstände
In allen drei Ländern gelten ähnliche Grundregeln für den Brandschutz:
| Abstand zu … | Richtwert |
|---|---|
| Gebäuden, Carports, Holzzäunen | mindestens 5 Meter |
| Nachbargrundstück | mindestens 10 Meter |
| Wald, Waldrand | mindestens 100 Meter (in DE teils vorgeschrieben) |
Diese Werte sind Richtwerte, die in vielen Gemeinden als Mindestanforderung gelten. Lokale Verordnungen können strengere Abstände vorschreiben. Erkundigen Sie sich vor dem Bau bei Ihrer Gemeinde.
Brennmaterial
In Österreich, Deutschland und der Schweiz ist das Verbrennen von Gartenabfällen, Laub oder behandeltem Holz verboten. Erlaubt sind ausschließlich:
- Naturbelassenes, trockenes Scheitholz
- Holzkohle und Holzbriketts
- Grillanzünder auf natürlicher Basis
Das Verbrennen von Kunststoff, lackiertem Holz oder Hausmüll ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit Bußgeldern belegt werden.
Rauch- und Geruchsbelästigung
Auch wenn alle Abstände eingehalten werden, darf der Rauch die Nachbarschaft nicht unzumutbar beeinträchtigen. Bei Beschwerden kann die Gemeinde das Feuer untersagen. In dicht bebauten Gebieten ist das ein häufiger Streitpunkt.
Was eine Feuerstelle vom Fachbetrieb kostet
Die Kosten für eine fest eingebaute Feuerstelle setzen sich aus Material, Arbeitszeit und gegebenenfalls Erdarbeiten zusammen. Weil jede Anlage individuell ist, lassen sich nur Richtwerte angeben.
Stundensätze der Gewerke
| Gewerk | Stundensatz (2026, brutto) |
|---|---|
| Gärtner / Landschaftsgärtner | 40 bis 80 Euro |
| Maurer | 45 bis 70 Euro |
| Komplexe Gestaltung, Erdarbeiten | 50 bis 100 Euro |
Die Stundensätze variieren regional. In der Schweiz liegen sie tendenziell höher als in Deutschland und Österreich.
Materialkosten
Für eine einfache gemauerte Feuerstelle mit 1 Meter Durchmesser rechnen Sie mit:
- Natursteine oder Klinker: 100 bis 400 Euro
- Betonfundament (ca. 1,5 m²): 50 bis 100 Euro
- Feuerfeste Auskleidung (Schamottsteine): 50 bis 150 Euro
Gesamtkosten — Richtwerte
| Feuerstellen-Typ | Kostenrahmen (Material + Arbeit) |
|---|---|
| Einfache gemauerte Feuerstelle | 800 bis 2.000 Euro |
| Gehobene Ausführung mit Naturstein-Einfassung | 1.500 bis 3.500 Euro |
| Grillstation mit Sitzmauern | 3.000 bis 8.000 Euro |
Diese Richtwerte gelten für Österreich und Deutschland (Stand 2026). In der Schweiz liegen die Gesamtkosten erfahrungsgemäß 20 bis 40 Prozent höher. Die Angaben basieren auf branchenüblichen Stundensätzen und Materialpreisen; ein verbindlicher Kostenvoranschlag vom Fachbetrieb ist unerlässlich.
Regionale Unterschiede — wo eine Genehmigung nötig ist
Deutschland
Mobile Feuerschalen und Feuerkörbe sind genehmigungsfrei, sofern sie nicht größer als 1 Meter Durchmesser sind. Für fest eingebaute Feuerstellen gibt es keine bundeseinheitliche Regelung — die Zuständigkeit liegt bei den Kommunen. Manche Gemeinden verlangen eine Anzeige beim Ordnungsamt, andere eine formlose Abstimmung mit der Feuerwehr.
In Naturschutzgebieten und bei Waldbrandgefahrenstufen kann offenes Feuer vollständig untersagt sein. Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde oder dem zuständigen Landratsamt.
Österreich
Geschlossene Feuerstätten wie Feuerschalen sind nach dem Bundesluftreinhaltegesetz genehmigungsfrei. Für größere, permanent eingebaute Anlagen kann eine Baubewilligung erforderlich sein — das hängt von der Landesbauordnung und der Größe der Anlage ab.
Das Verbrennen von Gartenabfällen ist in Österreich durch das Bundesluftreinhaltegesetz grundsätzlich verboten. Die Gemeinde oder Bezirkshauptmannschaft gibt Auskunft über lokale Sonderregelungen.
Schweiz
In der Schweiz regelt jeder Kanton den Umgang mit offenem Feuer eigenständig. Feuerschalen und kleine Grillfeuer sind meist bewilligungsfrei. Im Kanton Zürich beispielsweise ist das Verbrennen von Wald-, Feld- und Gartenabfällen nur von März bis Oktober erlaubt; in den Wintermonaten ist es untersagt.
Für grössere bauliche Anlagen kann eine Baubewilligung nötig sein. Fragen Sie bei Ihrer Gemeinde nach, bevor Sie mit dem Bau beginnen.
So gehen Sie vor
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Standort prüfen: Messen Sie die Abstände zu Gebäuden, Nachbargrundstücken und eventuell vorhandenem Baumbestand. Beachten Sie auch die Windrichtung — Rauch sollte nicht direkt auf Terrasse oder Nachbars Garten ziehen.
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Bei der Gemeinde nachfragen: Klären Sie, ob eine Anzeige, Bewilligung oder Abstimmung erforderlich ist. Das dauert meist nur einen Anruf oder eine E-Mail.
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Angebote einholen: Lassen Sie sich von mindestens zwei Fachbetrieben — Gartenbaubetrieb oder Maurer — einen Kostenvoranschlag erstellen. Achten Sie darauf, dass Material, Arbeitszeit und eventuelle Erdarbeiten separat ausgewiesen sind.
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Material und Größe festlegen: Naturstein wirkt hochwertiger, ist aber teurer. Betonsteine sind günstiger und lassen sich einfacher verarbeiten. Die Größe sollte zum Garten passen — eine Feuerstelle von 1 Meter Durchmesser reicht für die meisten Anwendungen.
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Termin abstimmen: Die beste Zeit für den Bau ist das Frühjahr oder der Frühsommer, wenn der Boden trocken und die Nachfrage bei Gartenbaubetrieben noch nicht auf dem Höhepunkt ist.
Fazit
Eine fest eingebaute Feuerstelle ist ein überschaubares Projekt, das den Garten aufwertet. Die Kosten für eine einfache Lösung beginnen bei etwa 800 Euro, aufwändigere Grillstationen können mehrere tausend Euro kosten. Wichtiger als der Preis ist die Einhaltung der Brandschutzabstände und die Abstimmung mit der Gemeinde — das erspart späteren Ärger mit Nachbarn und Behörden.
Betriebe in Ihrer Region, die Feuerstellen planen und bauen, finden Sie zum Beispiel über die Suche auf ReparaturProfi.
Dieser Artikel ersetzt keine fachliche Beratung. Im Zweifel den Rat eines konzessionierten Betriebs einholen.
Titelbild: olia danilevich via Pexels.