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Rollladengurt wechseln lassen: Kosten und wann der Fachbetrieb sinnvoll ist

Nach wochenlangem Dauereinsatz im Sommer zeigen viele Rollladengurte Verschleiß: Der Stoff fasert aus, der Gurt rutscht durch oder reißt ganz. Vor dem Herbst, wenn die Tage kürzer werden und Rollläden wieder täglich gebraucht werden, ist der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel. Die gute Nachricht: Ein Gurttausch ist eine der einfachsten Rollladen-Reparaturen — oft lässt er sich selbst erledigen.

Woran Sie einen verschlissenen Rollladengurt erkennen

Ein Rollladengurt hält bei durchschnittlicher Nutzung etwa zehn bis fünfzehn Jahre. Danach machen sich typische Verschleißzeichen bemerkbar. Der Gurt fasert seitlich aus, vor allem dort, wo er über die Leitrolle läuft. Die Oberfläche wird rau und greift sich unangenehm an.

Bei stärkerem Verschleiß rutscht der Gurt gelegentlich durch die Wickelrolle, ohne den Rollladen zu bewegen. Im Extremfall reißt der Gurt vollständig — der Rollladen hängt dann fest, meist in halb geöffneter Stellung. Solange der Gurt nur ausfasert, können Sie den Wechsel in Ruhe planen. Bei einem Riss sollten Sie zeitnah handeln, damit der Rollladenkasten nicht beschädigt wird.

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Gurt selbst wechseln oder Fachbetrieb beauftragen?

Der Gurtwechsel ist handwerklich keine komplizierte Arbeit. Wer einen Schraubendreher halten kann und sich die Arbeit zutraut, schafft den Wechsel in etwa einer halben bis einer Stunde. Das benötigte Material — ein passendes Gurtband und gegebenenfalls ein neuer Gurtwickler — kostet im Baumarkt zwischen 10 und 30 Euro.

Für den Fachbetrieb spricht:

  • Der Rollladenkasten ist schwer zugänglich, etwa bei Aufsatzkästen, die von innen verkleidet sind.
  • Die Feder der Wickelrolle ist defekt oder der Rollladen hat weitere Schäden.
  • Sie sind unsicher beim Umgang mit gespannten Federn — diese stehen unter Spannung und können beim Lösen zurückschlagen.
  • Sie haben mehrere Rollläden, deren Gurte gleichzeitig getauscht werden sollen.

Ein Rollladen- und Sonnenschutztechniker erkennt beim Einsatz auch andere Verschleißstellen, etwa ausgeschlagene Lager oder verzogene Lamellen, und kann diese gleich mitbeheben.

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Was der Gurtwechsel durch den Fachbetrieb kostet

Die Kosten setzen sich aus Anfahrt, Arbeitszeit und Material zusammen. Da der reine Gurtwechsel meist in 20 bis 30 Minuten erledigt ist, fällt die Anfahrtspauschale oft stärker ins Gewicht als die eigentliche Arbeit.

Posten Kostenrahmen (DE, 2026)
Anfahrt + erste Arbeitsstunde 60–100 €
Gurtband (Material) 10–30 €
Gesamtkosten pro Rollladen 80–150 €

Diese Werte stammen aus Preisportalen für Handwerksleistungen (my-hammer.de, kostencheck.de, meister-job.de) und beziehen sich auf den deutschen Markt. In Österreich und der Schweiz können die Stundensätze abweichen — die Schweiz liegt erfahrungsgemäß höher, Österreich bewegt sich in ähnlicher Größenordnung wie Deutschland.

Bei mehreren Rollläden sinkt der Preis pro Einheit, da die Anfahrt nur einmal anfällt. Viele Betriebe bieten Pauschalpreise für mehrere Gurtwechsel am selben Tag an. Fragen Sie bei der Terminvereinbarung nach.

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Häufige Fehler beim Selbstwechsel und wie Sie sie vermeiden

Wer den Gurt selbst tauscht, stolpert häufig über dieselben Punkte. Mit etwas Vorbereitung lassen sich die meisten Probleme umgehen.

So gehen Sie vor

  1. Gurtbreite messen. Rollladengurte gibt es in verschiedenen Breiten — gängig sind 14, 18 und 23 Millimeter. Messen Sie den alten Gurt vor dem Kauf.
  2. Rollladen ganz herunterlassen. So ist die Feder entspannt und die Wickelrolle lässt sich gefahrlos öffnen.
  3. Rollladenkasten öffnen. Die Abdeckung ist meist mit Schrauben oder Clipsen befestigt. Gehen Sie vorsichtig vor, um den Putz nicht zu beschädigen.
  4. Alten Gurt von der Wickelrolle lösen. Der Gurt ist meist geklemmt oder geknotet. Merken Sie sich die Befestigung, um den neuen Gurt gleich richtig einzufädeln.
  5. Neuen Gurt einfädeln und befestigen. Das Ende des Gurts wird durch den Schlitz der Wickelrolle gezogen und fixiert. Danach den Gurt durch den Gurtwickler führen und das untere Ende mit dem Stopper verbinden.
  6. Funktion prüfen. Rollladen mehrmals komplett hoch- und herunterfahren. Der Gurt sollte sauber aufrollen, ohne zu verkanten.

Typische Fehler:

  • Falsches Gurtmaß gekauft. Ein zu schmaler Gurt rutscht durch, ein zu breiter klemmt.
  • Feder nicht entspannt. Wer den Rollladen im hochgefahrenen Zustand öffnet, arbeitet gegen eine gespannte Feder — Verletzungsgefahr.
  • Gurt verdreht eingefädelt. Der Gurt rollt dann ungleichmäßig auf und verschleißt schneller.

Falls der Rollladen nach dem Wechsel schwergängig läuft oder der Gurt durchrutscht, sitzt oft die Wickelrolle nicht richtig. In diesem Fall hilft der Fachbetrieb weiter.

Wann sich der Fachbetrieb lohnt

Ein einzelner Gurtwechsel an einem gut zugänglichen Rollladen ist ein klassisches Heimwerker-Projekt. Sobald mehrere Rollläden betroffen sind, der Kasten schwer erreichbar ist oder weitere Reparaturen anstehen, spart der Fachbetrieb Zeit und verhindert Folgeschäden. Rollladen- und Sonnenschutztechniker finden Sie über die Betriebssuche auf ReparaturProfi nach Region.

Dieser Artikel ersetzt keine fachliche Beratung. Im Zweifel den Rat eines konzessionierten Betriebs einholen.

Titelbild: Jan van der Wolf via Pexels.

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